Rechtsanwaltliche Vertretung

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Rechtsanwaltliche Vertretung

Die Verfahrensbeteiligten können sich grundsätzlich durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin ihrer Wahl beraten und vor Gericht vertreten lassen. In bestimmten Verfahren ist eine rechtsanwaltliche Vertretung durch beim Prozessgericht zugelassene Rechtsanwältinnen bzw. Rechtsanwälten vorgeschrieben. Dies wird als Anwaltszwang bezeichnet. In Verfahren mit Anwaltszwang kann nur die Rechtsanwältin bzw. der Rechtsanwalt wirksam Prozesshandlungen vornehmen, zum Beispiel Klage erheben, Rechtsmittel einlegen oder Anträge stellen. Anwaltszwang herrscht beispielsweise in höheren Instanzen der Zivil- und Arbeitsgerichtsbarkeit. Für die einzelnen Gerichte und Instanzen können Sie das der Übersicht "Rechtsweg und Rechtsmittel" entnehmen.

Auch wenn einige Verfahren ohne anwaltliche Vertretung geführt werden können, ist anwaltliche Beratung grundsätzlich zu empfehlen. Für ein erfolgreiches Verfahren kann dies entscheidend sein, zumal in späteren Instanzen ohnehin anwaltliche Vertretung erforderlich werden kann. Auch kann das juristische Fachwissen von Vorteil sein für die Erarbeitung einer sinnvollen Strategie im Hinblick beispielsweise auf ein Musterverfahren oder auf die Erschöpfung des nationalen Rechtswegs zur Vorbereitung eines internationalen Verfahrens bereits zum frühest möglichen Zeitpunkt.

Auskunft über zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in den jeweiligen Kammerbezirken mit entsprechenden Arbeits- und Interessenschwerpunkten können Sie bei den Rechtsanwaltskammern erfragen:

 

Bei der Suche nach geeigneten Rechtsanwältinnen bzw. Rechtsanwälten kann eine Fachanwaltschaft in einem bestimmten Rechtsgebiet, etwa im Arbeits-, Sozial-, Miet-, Bau- und Architektenrecht oder Familienrecht, ein Entscheidungskriterium sein. Fachanwaltsbezeichnungen werden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten bei Nachweis besonderer Kenntnisse und Berufserfahrung in einem bestimmten Rechtsgebiet von der zuständigen Rechtsanwaltskammer verliehen. Die Voraussetzungen für die Verleihung dieser Bezeichnung, wie insbesondere auch eine fachspezifische Fortbildung, die regelmäßig aufgefrischt werden muss, ergeben sich aus der Fachanwaltsordnung (FAO), welche derzeit 20 verschiedene Fachgebiete vorsieht.

Siehe die Suche auf der Website der Bundesrechtsanwaltskammer: "Fachanwaltschaft als geprüfte Experten"

Weitere umfangreiche Online-Datenbanken finden Sie auf den folgenden Websites:

 

Auch bei verschiedenen Verbänden existieren bereits Anwaltslisten, sodass es sich lohnt, dort gegebenenfalls nachzufragen. Beispielsweise existieren Auflistungen…

Darüber hinaus existieren Netzwerke von Rechtsanwältinnen oder Rechtsanwälten beispielsweise bei der Deutschen Rheuma-Liga oder bei verschiedenen Antidiskriminierungsstellen, wie dem Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg (adnb des tbb) oder in NRW.

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