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Projektrückblick

Das Projekt "Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände"

Von Januar 2009 bis Dezember 2011 führte das Deutsche Institut für Menschenrechte das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt "Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände" mit den Projektkoordinatorinnen Dr. Nina Althoff und Sera Choi durch. Mit dem Projekt sollte der Diskriminierungsschutz in Deutschland durch Verbände gestärkt und eine menschenrechtliche Kultur der Chancengleichheit gefördert werden. Ziel war es, Verbände für den Diskriminierungsschutz zu sensibilisieren, ihr Selbstverständnis in diesem Bereich zu fördern und zur Entwicklung entsprechender verbandsinterner Maßnahmen beizutragen. Insbesondere sollte die Handlungskompetenz von Verbänden gestärkt werden, sich gezielt in Gerichts- und Beschwerdeverfahren für Diskriminierungsschutz einzusetzen.

Das Projekt verfolgte dabei einen horizontalen Ansatz. Das bedeutet, dass es sich gleichermaßen mit dem Schutz vor rassistischen Diskriminierungen wie vor Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Identität oder Orientierung, des Alters, der Religion und Weltanschauung oder einer Behinderung beschäftigte.

Das Projekt richtete sich an unterschiedliche Zielgruppen. Um für den menschenrechtlichen Diskriminierungsschutz zu sensibilisieren, wurden einerseits nicht öffentliche Round-Table-Gespräche für Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände veranstaltet. Diese ermöglichten einen Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Betroffenen- und Wirtschaftsverbänden. Andererseits führte das Projekt gemeinsam mit christlichen Wohlfahrtsverbänden verbandsinterne Fachtagungen zu den Herausforderungen in Bezug auf den Diskriminierungsschutz und sonstige menschenrechtliche Anforderungen durch.

Dokumentation interner Fachtag des Diakonischen Werkes der EKD, der gemeinsam mit dem Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe und dem Deutschen Institut für Menschenrechte durchgeführt wurde.

Im Schwerpunkt konzentrierte sich das Projekt jedoch auf Maßnahmen zur Stärkung der Handlungskompetenzen von Verbänden in Gerichts- und Beschwerdeverfahren und richtete sich daher vorrangig an Verbände, die benachteiligte Personengruppen vertreten. Mittels Vorträgen, Publikationen, Fortbildungsveranstaltungen unterschiedlicher Formate und der Projektwebsite „Aktiv gegen Diskriminierung“ wurde über die Möglichkeiten der Verbände informiert und entsprechendes Fachwissen vermittelt. So veranstaltete das Institut beispielsweise 2010 in Hamburg in Kooperation mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der mittlerweile aufgelösten Arbeitsstelle Vielfalt der Justizbehörde Hamburg die Fachtagung „Vielfalt leben – Gleichheit herstellen!“, an der rund 160 Vertreter und Vertreterinnen staatlicher wie nichtstaatlicher Einrichtungen aus ganz Deutschland teilnahmen.

Ausführliche Dokumentation der Fachtagung "Vielfalt leben – Gleichheit herstellen!" sowie Videomitschnitte

Weitere Informationen zu Strategien und Vorgehensweisen im Projekt, zu den Inhalten und Methoden der Fortbildungen sowie zu den Ergebnissen und sich daraus ergebenden Empfehlungen für einen effektiven Diskriminierungsschutz finden Sie in der Abschlussdokumentation "Verbände aktiv gegen Diskriminierung. Das Projekt 'Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände'" (Nina Althoff/Sera Choi, 2011). Die hier dokumentierten Projektergebnisse und Empfehlungen zeigen, dass in Deutschland nach wie vor großer Handlungsbedarf besteht, Menschen wirksam vor Diskriminierung zu schützen.

Danksagung

Zum Gelingen des Projektes haben - neben den Projektkoordinatorinnen Sera Choi und Nina Althoff - auch Anna Hegewald, Laura Kolland, Maryam Haschemi Yekani, Julia Lehmann, Simon Goebel, Fatima Haase, Vladimir Valdés García und Katharina Kersten als Praktikantinnen und Praktikanten beigetragen. Ein ausdrücklicher Dank soll sich an sie sowie auch an die Verbände richten, die mit dem Institut bei der Durchführung vertrauensvoll zusammengearbeitet haben. Nicht zuletzt gebührt Dank dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Förderung und die konstruktive Begleitung während der gesamten Projektlaufzeit.

Flyer des Projekts Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände (PDF, 444 KB)

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