Das System der Vereinten Nationen

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Das System der Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen (United Nations/UN) wurden 1945 zur Erhaltung von Frieden durch internationale Zusammenarbeit gegründet. Dabei spielte der Schutz der Menschenrechte von Anfang eine wichtige Rolle, indem er als eines der Ziele in Artikel 1 der UN-Charta festgelegt wurde.

image/svg+xml Hauptorgane Das System der Vereinten Nationen Wirtschafts-und Sozialrat(ECOSOC) Sicherheitsrat Generalver-sammlung InternationalerGerichtshof Treuhandrat(suspendiert /inaktiv) Sekretariat(General-sekretär/in) Fachkommissio-nen, z.B. Frauen-kommission (CSW) Sonderorgani-sationen (z.B.IAO, UNESCO) Programme undFonds (z.B. UNHCR,UN Women) Fachausschüsse(engl. TreatyBodies) Menschenrechtsausschuss(CCPR) Ausschuss für WSK-Rechte(CESCR) Anti-Rassismusausschuss(CERD) Frauenrechtsausschuss(CEDAW) Anti-Folterausschuss(CAT) Kinderrechtsausschuss(CRC) Ausschuss zum Schutz der Rechtealler Wanderarbeitnehmer (CMW) Ausschuss für die Rechte von Men-schen mit Behinderungen (CRPD) Ausschuss über dasVerschwindenlassen (CED) Menschen-rechtsrat Sondermechanis-men mit regionalemoder thematischemMandat (z.B.Sonderbericht-erstatter/in gegenRassismus oderGewalt gegenFrauen) Hochkommissariatfür Menschen-rechte (OHCHR) Neben- und Hilfsorganesowie Sonderorganisationen Die Vereinten Nationen (United Nations/UN) wurden 1945 zur Erhaltung von Frieden durch internationale Zusammenarbeit gegründet. Dabei spielte der Schutz der Menschenrechte von Anfang eine wichtige Rolle, indem er als eines der Ziele in Artikel 1 der UN-Charta festgelegt wurde. [mehr] Der Wirtschafts- und Sozialrat (Economic and Social Council, ECOSOC) ist das Lenkungs- und Koordinationsorgan für Stabilität und Wohlstand. Er spricht Empfehlungen im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich sowie auf dem Gebiet des Menschenrechtsschutzes an die Mitgliedstaaten, die Generalversammlung und sonstige aus. [mehr] Der Sicherheitsrat ist das mächtigste der UN-Hauptorgane. Er ist für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zuständig und kann hierzu verschiedene Maßnahmen - von wirtschaftlichen Sanktionen bis zu militärischen Interventionen - anordnen. Seine Beschlüsse können für alle UN-Mitgliedstaaten unmittelbare rechtliche Bindungswirkung entfalten. [mehr] In der Generalversammlung sind alle 193 Mitgliedstaaten vertreten. Sie stellt als das Plenum der Vereinten Nationen den Mittelpunkt der Organisation dar, in dem zu wichtigen Fragen und Angelegenheiten, den Aufgabenbereich der UN betreffend, Empfehlungen abgegeben werden, die allerdings nicht völkerrechtlich bindend sind. [mehr] Der Internationale Gerichtshof (IGH) mit Hauptsitz in Den Haag ist für Rechtsstreitigkeiten zwischen einzelnen Staaten zuständig. Seine Urteile sind nur dann für die beteiligten Parteien bindend, wenn diese in einer Voraberklärung die Rechtsprechung generell oder im Einzelfall als bindend anerkennen. [mehr] Der Treuhandrat ist ein inaktives Organ der UN, seitdem er seine Arbeit mit der Unabhängigkeitserklärung des letzten verbliebenen Treuhandgebiets (die in die Treuhandschaft der UN übernommenen Mandatsgebiete) 1994 suspendiert, also vorläufig aufgehoben hat. Nur wenn die Umstände es erfordern sollten, soll er erneut zusammentreten. Das Sekretariat der UN mit Hauptsitz in New York ist das Verwaltungszentrum der Vereinten Nationen und wird von der Generalsekretärin beziehungsweise dem Generalsekretär geleitet, die als Vorsitzende beziehungsweise der als Vorsitzender die UN repräsentiert. [mehr] Die UN-Kommission für die Stellung der Frau (Commission on the Status of Women, CSW) wurde von ECOSOC zur Verbesserung der Rechtsstellung der Frau im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich eingesetzt. Zudem ist sie zuständig für die Umsetzung der Aktionsplattform der Pekinger Weltfrauenkonferenz und zur Förderung einer integrierten Genderperspektive in allen Aktivitäten der UN. [mehr] Die 15 rechtlich und organisatorisch unabhängigen Sonderorganisationen, die ECOSOC geschaffen hat und deren Zusammenarbeit durch ECOSOC koordiniert wird, sind Fachorganisationen zu bestimmten Themenfeldern. Dazu zählen beispielsweise die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) oder die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO). [mehr] Zu den Programmen und Fonds der Generalversammlung zählen beispielsweise das Hohe Flüchtlingskommissariat (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) oder die Einrichtung UN Women (United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women). UN Women setzt sich seit Januar 2011 für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die weltweite Stärkung der Rechte von Frauen ein. [mehr] UN-Fachausschüsse (englisch: Treaty Bodies) sind die durch jedes Menschenrechtsabkommen der UN eingerichteten Überwachungsorgane, bestehend aus unabhängigen Expertinnen und Experten. Sie kontrollieren die Verwirklichung des jeweiligen Abkommens und konkretisieren die jeweiligen Bestimmungen durch Allgemeine Bemerkungen (englisch: General Comments). [mehr] Der UN-Menschenrechtsausschuss (Human Rights Committee, CCPR) kontrolliert die Umsetzung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, des sogenannten Zivilpakts, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat das Zusatzprotokoll zur Behandlung von Einzelfallbeschwerden ratifiziert. Zum Zivilpakt wurde bislang die größte Anzahl an Beschwerden behandelt. Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Committee on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR) überwacht die Einhaltung des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, des sogenannten Sozialpakts, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der UN-Anti-Rassismusausschuss (Committee on the Elimination of Racial Discrimination, CERD) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der CEDAW-Ausschuss (Committee on the Elimination of Discrimination of Women) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Frauen, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der UN-Ausschuss gegen Folter (Committee Against Torture, CAT) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (Committee on the Rights of the Child, CRC) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der Ausschuss zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (Committee on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families - CMW) ist für die Überwachung der Umsetzung der Internationalen Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen, insbesondere durch das Staatenberichtsprüfungs-, ein Staatenbeschwerde- und ein Individualbeschwerdeverfahren zuständig. [mehr] Der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Committee on the Rights of Persons with Disabilities, CRPD) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. [mehr] Der UN-Ausschuss über das Verschwindenlassen (Committee on Enforced Disappearances, CED) ist für die Überwachung der Konvention gegen Verschwindenlassen (International Convention for the Protection of All Persons from Enforced Disappearance, CPED) zuständig. Er führt Staatenberichtsprüfungsverfahren, Länderbesuche und selbstständige Untersuchungen durch. [mehr] Der UN-Menschenrechtsrat (Human Rights Council, HRC) zählt zu den wichtigsten Gremien im Menschenrechtsschutz der Vereinten Nationen. Der Menschenrechtsrat überprüft in einem Allgemeinen Periodischen Überprüfungsverfahren (Universal Periodic Review, UPR) die Menschenrechtssituation in allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. [mehr] Zu den Sondermechanismen (englisch: Special Procedures) zählen die vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Sonderberichterstatterinnen beziehungsweise Sonderberichterstatter, Arbeitsgruppen oder Sondergesandte mit unterschiedlichem thematischen oder regionalem Mandat, wie etwa der Sonderberichterstatter zu Rassismus oder die Arbeitsgruppe für die Frage der Diskriminierung von Frauen im Recht und in der Praxis. [mehr] Das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) ist für die Koordination der Menschenrechtsarbeit im System der Vereinten Nationen zuständig. Zu den Aufgaben des Amtes gehört die administrative Unterstützung des Menschenrechtsrats, der Fachausschüsse sowie der Sondermechanismen. [mehr] Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.Mehr Informationen: Deutsche Gesellschaft für Vereinte Nationen, Aufbau und Struktur der Vereinten Nationen – ein schneller Überblick in 30 Schaubildern: Website der DGVN - Das System der Vereinten Nationen (PDF, 832 KB, nicht barrierefrei)

Das System der Vereinten Nationen

Derzeit gehören den UN 193 Staaten an. Auf die 1948 als erster universeller Menschenrechtskatalog verabschiedete Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte folgten verschiedene Menschenrechtsabkommen zu allgemeinen Menschenrechtsfragen, zu bestimmten Problembereichen oder besonders gefährdeten Personengruppen. Diese bilden heute die Grundlage des internationalen Menschenrechtsschutzes.

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Hauptorgane

Die Vereinten Nationen haben sechs Hauptorgane, die jeweils Neben- oder Hilfsorgane einsetzen können. Darüber hinaus bestehen Sonderorganisationen, die selbstständig, aber mit den UN-Organen verbunden sind. Dazu zählen beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) oder die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (Food and Agriculture Organization, FAO).
Kein Organ der Vereinten Nationen, aber eine autonome Institution mit Sonderstatus im Rahmen der Vereinten Nationen ist der Internationale Strafgerichtshof (International Criminal Court, ICC). 

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Wirtschafts- und Sozialrat (Economic and Social Council, ECOSOC)

Der Wirtschafts- und Sozialrat (Economic and Social Council, ECOSOC) ist das Lenkungs- und Koordinationsorgan für Stabilität und Wohlstand. Er spricht Empfehlungen im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich sowie auf dem Gebiet des Menschenrechtsschutzes an die Mitgliedstaaten, die Generalversammlung und sonstige aus. Er hat zahlreiche Nebenorgane und Sonderorganisationen geschaffen, wie beispielsweise die Frauenkommission (Commission on the Status of Women, CSW) oder die Internationale Arbeitsorganisation (IAO, engl. International Labour Organisation, ILO).

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Sicherheitsrat

Der Sicherheitsrat ist das mächtigste der UN-Hauptorgane. Er ist für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zuständig und kann hierzu verschiedene Maßnahmen - von wirtschaftlichen Sanktionen bis zu militärischen Interventionen - anordnen. Seine Beschlüsse können für alle UN-Mitgliedstaaten unmittelbare rechtliche Bindungswirkung entfalten. Wichtige Themen hat der Sicherheitsrat beispielsweise mit der Sicherheitsratsresolution 1325 und ihren Folgeresolutionen vorangebracht, nach der die Mitgliedstaaten Frauen bei allen Entscheidungen über Krieg und Frieden einbeziehen und eine Gender-Perspektive berücksichtigen sollen. Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, die bei allen maßgeblichen Entscheidungen ein Vetorecht haben und auch als Vetomächte bezeichnet werden, sind die USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und die Volksrepublik China. Die daneben im Sicherheitsrat vertretenen zehn nicht ständigen Mitglieder werden alle zwei Jahre von der Generalversammlung gewählt.

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Generalversammlung

In der Generalversammlung sind alle 193 Mitgliedstaaten vertreten. Sie stellt als das Plenum der Vereinten Nationen den Mittelpunkt der Organisation dar, in dem zu wichtigen Fragen und Angelegenheiten, den Aufgabenbereich der UN betreffend, Empfehlungen abgegeben werden, die allerdings nicht völkerrechtlich bindend sind.
Ein Nebenorgan der Generalversammlung ist seit 2006 der Menschenrechtsrat, der eines der wichtigsten Gremien des Menschenrechtsschutzes ist.

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Internationaler Gerichtshof (IGH)

Der Internationale Gerichtshof (IGH) mit Hauptsitz in Den Haag ist für Rechtsstreitigkeiten zwischen einzelnen Staaten zuständig. Seine Urteile sind nur dann für die beteiligten Parteien bindend, wenn diese in einer Voraberklärung die Rechtsprechung generell oder im Einzelfall als bindend anerkennen. Das haben derzeit weniger als ein Viertel der UN-Mitgliedstaaten getan. Auch Deutschland hat die Anerkennung bislang nicht erklärt. Der IGH ist nicht mit dem Internationalen Strafgerichtshof (International Criminal Court, ICC) – ebenfalls in Den Haag – zu verwechseln.

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Treuhandrat

Der Treuhandrat ist ein inaktives Organ der UN, seitdem er seine Arbeit mit der Unabhängigkeitserklärung des letzten verbliebenen Treuhandgebiets (die in die Treuhandschaft der UN übernommenen Mandatsgebiete) 1994 suspendiert, also vorläufig aufgehoben hat. Nur wenn die Umstände es erfordern sollten, soll er erneut zusammentreten.

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Sekretariat

Das Sekretariat der UN mit Hauptsitz in New York ist das Verwaltungszentrum der Vereinten Nationen und wird von dem Generalsekretär bzw. der Generalsekretärin geleitet, der als Vorsitzender bzw. die als Vorsitzende die UN repräsentiert. Das Sekretariat ist in Abteilungen untergliedert, etwa die Abteilung politische Angelegenheiten, der das Hochkommissariat für Menschenrechte (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) angegliedert ist.

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UN-Kommission für die Stellung der Frau (Commission on the Status of Women, CSW)

Die UN-Kommission für die Stellung der Frau (Commission on the Status of Women, CSW) wurde von ECOSOC zur Verbesserung der Rechtsstellung der Frau im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich eingesetzt. Zudem ist sie zuständig für die Umsetzung der Aktionsplattform der Pekinger Weltfrauenkonferenz und für die Förderung einer integrierten Genderperspektive in allen Aktivitäten der UN. Hierzu werden vor allem Empfehlungen und Berichte erstellt. Zentral sind die jährlich im Frühjahr stattfindenden CSW-Sitzungswochen in New York. Unterstützt wird CSW durch UN Women.

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Sonderorganisationen

Die 15 rechtlich und organisatorisch unabhängigen Sonderorganisationen, die ECOSOC geschaffen hat und deren Zusammenarbeit ECOSOC koordiniert, sind Fachorganisationen zu bestimmten Themenfeldern. Dazu zählen beispielsweise die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) oder die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO).
Die IAO/ILO hat das erste ausdrücklich dem Diskriminierungsschutz gewidmete globale Abkommen erlassen, das Abkommen Nr. 111 über Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. Zuvor gab es bereits das ILO-Abkommen Nr. 110 über gleiches Entgelt für Frauen und Männer.

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Programme und Fonds

Zu den Programmen und Fonds der Generalversammlung zählen beispielsweise das Hohe Flüchtlingskommissariat (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) oder die Einrichtung UN Women (United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women). UN Women setzt sich seit Januar 2011 für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die weltweite Stärkung der Rechte von Frauen ein. UN Women vereint dabei die Arbeit des Internationalen Forschungs- und Ausbildungsinstituts zur Förderung der Frau (International Research and Training Institute for the Advancement of Women, INSTRAW), des Büros der Sonderberaterin für Gleichstellungsfragen und Frauenförderung (Office of the Special Adviser on Gender Issues and Advancement of Women, OSAGI), der Abteilung für Frauenförderung (Division for the Advancement of Women, DAW) und des Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen (United Nations Development Fund for Women, UNIFEM). 

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UN-Fachausschüsse (Treaty Bodies)

UN-Fachausschüsse (Treaty Bodies) sind die durch jedes Menschenrechtsabkommen der UN eingerichteten Überwachungsorgane, bestehend aus unabhängigen Expertinnen und Experten. Sie kontrollieren die Verwirklichung des jeweiligen Abkommens und konkretisieren die jeweiligen Bestimmungen durch Allgemeine Bemerkungen (General Comments). 
Ihre Zuständigkeit gilt nur für die jeweiligen Vertragsstaaten, also die UN-Mitgliedstaaten, die das jeweilige Abkommen auch ratifiziert haben.

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UN-Menschenrechtsausschuss

Der UN-Menschenrechtsausschuss (Human Rights Committee, CCPR) kontrolliert die Umsetzung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, des sogenannten Zivilpakts, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat das Zusatzprotokoll zur Behandlung von Einzelfallbeschwerden ratifiziert. Zum Zivilpakt wurde bislang die größte Anzahl an Beschwerden behandelt.

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UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Committee on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR)

Der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Committee on Economic, Social and Cultural Rights, CESCR) überwacht die Einhaltung des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, des sogenannten Sozialpakts, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Die Ratifikation des Zusatzprotokolls zur Behandlung von Einzelfallbeschwerden und zu Ermöglichung von Untersuchungsverfahren wird von Deutschland derzeit geprüft. 

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UN-Anti-Rassismus-Ausschuss (Committee on the Elimination of Racial Discrimination, CERD)

Der UN-Anti-Rassismus-Ausschuss (Committee on the Elimination of Racial Discrimination, CERD) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat die Zuständigkeit des Ausschusses darüber hinaus für die Behandlung von Einzelfallbeschwerden anerkannt. Der Ausschuss kann außerdem Präventivmaßnahmen (early warning measures) einsetzen. 

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UN-Ausschuss für die Beseitigung jeder Diskriminierung von Frauen (Committee on the Elimination of Discrimination of Women, CEDAW)

Der CEDAW-Ausschuss (Committee on the Elimination of Discrimination of Women) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Frauen, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat die Zuständigkeit des Ausschusses darüber hinaus für die Behandlung von Einzelfallbeschwerden und für die Durchführung vertraulicher Untersuchungen anerkannt. 

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UN-Ausschuss gegen Folter (Committee Against Torture, CAT)

Der UN-Ausschuss gegen Folter (Committee Against Torture, CAT) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat die Zuständigkeit des Ausschusses darüber hinaus für die Behandlung von Einzelfallbeschwerden und für die Durchführung vertraulicher Untersuchungen anerkannt.

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UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (Committee on the Rights of the Child, CRC)

Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes (Committee on the Rights of the Child, CRC) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Die Generalversammlung hat Ende 2011 ein Zusatzprotokoll zur Ermöglichung eines Einzelfallbeschwerdeverfahrens zum Ausschuss verabschiedet. 

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Ausschuss zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (Committee on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families, CMW)

Der Ausschuss zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (Committee on the Protection of the Rights of All Migrant Workers and Members of Their Families, CMW) ist für die Überwachung der Umsetzung der Internationalen Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen, insbesondere durch das Staatenberichtsprüfungs-, ein Staatenbeschwerde- und ein Individualbeschwerdeverfahren zuständig. Der Ausschuss ist nicht für Deutschland zuständig, da Deutschland das Abkommen bislang nicht ratifiziert hat.

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UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Committee on the Rights of Persons with Disabilities, CRPD)

Der UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Committee on the Rights of Persons with Disabilities, CRPD) kontrolliert die Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, insbesondere im Rahmen des Staatenberichtsprüfungsverfahrens. Deutschland hat das Zusatzprotokoll zur Behandlung von Einzelfallbeschwerden und zur Durchführung vertraulicher Untersuchungen ratifiziert.

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UN-Ausschuss über das Verschwindenlassen (Committee on Enforced Disappearances, CED)

Der UN-Ausschuss über das Verschwindenlassen (Committee on Enforced Disappearances, CED) ist für die Überwachung der Konvention gegen Verschwindenlassen (International Convention for the Protection of All Persons from Enforced Disappearance, CPED) zuständig. Er führt Staatenberichtsprüfungsverfahren, Länderbesuche und selbstständige Untersuchungen durch. Der Zuständigkeit des erst 2011 eingerichtete n Ausschusses für Einzelfallbeschwerden hat sich Deutschland bislang nicht unterworfen. 

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UN-Menschenrechtsrat (Human Rights Council, HRC)

Der UN-Menschenrechtsrat (Human Rights Council, HRC) zählt zu den wichtigsten Gremien im Menschenrechtsschutz der Vereinten Nationen. Der Menschenrechtsrat überprüft in einem Allgemeinen Periodischen Überprüfungsverfahren (Universal Periodic Review, UPR) die Menschenrechtssituation in allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. Darüber hinaus existiert ein vertrauliches Untersuchungsverfahren für Fälle systematischer Menschenrechtsverletzungen. Neben seinen regulären Sitzungen hält der Menschenrechtsrat Sondersitzungen zu Themen und Ländersituationen ab und richtet dazu Sondermechanismen ein. Er wurde 2006 als ein Nebenorgan der Generalversammlung und als Nachfolgeorgan für die Menschenrechtskommission gegründet.

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Sondermechanismen (special procedures)

Zu den Sondermechanismen (special procedures) zählen die vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Sonderberichterstatterinnen bzw. -berichterstatter, Arbeitsgruppen oder Sondergesandte mit unterschiedlichem thematischem oder regionalem Mandat, wie der Sonderberichterstatter zu Rassismus oder die Arbeitsgruppe für die Frage der Diskriminierung von Frauen im Recht und in der Praxis.
Die unabhängigen Mandatsträgerinnen bzw. Mandatsträger dokumentieren und analysieren die Menschenrechtslage zu ihrem jeweiligen Mandat und sprechen entsprechende Empfehlungen aus, die anschließend im Menschenrechtsrat diskutiert werden. Die Sondermechanismen umfassen insbesondere auch Länderbesuche. Zudem besteht bei einigen Sondermechanismen die Möglichkeit eine Beschwerde einzureichen (sog. "urgent appeals" und "letter of allegation").

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Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR)

Das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) ist für die Koordination der Menschenrechtsarbeit im System der Vereinten Nationen zuständig. Zu den Aufgaben des Amtes gehört die administrative Unterstützung des Menschenrechtsrats, der Fachausschüsse sowie der Sondermechanismen. An seinem Hauptsitz in Genf sind entsprechend auch die Sekretariate der UN-Fachausschüsse sowie die Sondermechanismen angesiedelt. Das OHCHR wird von der Hochkommissarin bzw. dem Hochkommissar für Menschenrechte geleitet. 

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